Lost in bytes

woman at work...

Heute muss es besser werden...

Gestern wars schon gar nicht sooo schlecht, was hauptsächlich daran liegt, das ich in Ruhe gelassen wurde und mich still mit meiner Arbeit in eine Ecke verdrücken durfte. Heute Chefin nicht da und ansonsten viel zu tun. Jedenfalls lass ich mich heute nicht mehr stressen, da hat mir diesbezüglich schon der Arbeitsweg gereicht. Es gab nämlich ne Sperrung auf der Frankfurter Allee, was dazu geführt hat, das wir alle dachten, wir könnten mal eben rechts reinfahren und dann im Bogen wieder zurück. Pustekuchen! Da waren mehr Sackgassen, als logischerweise hätten hinpassen können und irgendwann ging gar nichts mehr. Wußte ohnehin keiner, wo lang und jedesmal, wenn man dachte, man sei raus aus dem Scheiß-Irrgarten von kleinen, verpißten Ost-Wohnblock-Sträßchen mit unklarer Wegführung, stand man leider vor einem weiteren Haus und kam nicht weiter.
Habe nach 20 Min. aufgegeben und bin ganz zurück gefahren und dann über die Landsberger Allee. Hatte den Nachteil, das ich dann einen erneuten Umweg fahren musste, weil aufgrund des akuten Zeitmangels heute morgen keine Zeit fürs Frühstück war und ich dringend Croissants als Nervenbalsam brauchte. Die Tankstelle, die trotz Umweg als einzige in vernünftiger Zeit erreichbar ist, ist qualitativ ohnehin schlechter als meine bevorzugte Croissants-Tankstelle, aber heute hatte sie zu allem Überfluß auch noch quantitative Mängel: gerade mal ein einziges, trockenes Buttercroissants hatten sie noch da und das war auch noch teuerer, als die, die ich sonst kaufe.... *seufz*. Und das beste: ich bin heute extra schon kurz vor halb sieben losgefahren, damit ich auch mit schön Vorlauf hier bin und mich nicht stressen muss... haha, selten so gelacht, der Vorsprung war dann natürlich auch hin.

Gut, Kaffee und Croissants sind da, wenn auch in zu geringer Anzahl, um Frühstück genannt zu werden... also, Zeitung aufgeschlagen und das Bild der kaffeetrinkenden, zeitunglesenden Vorzimmertante wäre mal wieder erfüllt. In spätestens 15-20 Minuten geht hier der Streß weiter, ich habs mir also sozusagen im vorhinein verdient

2 Kommentare Sally am 11.1.06 08:40, kommentieren

Es geht nicht mehr...

Ich will ja durchhalten. Ich will ja stark und diszipliniert sein... aber es geht einfach nicht.

Seit neuestem ist mir morgens vor der Arbeit nicht nur kotzübel und schwindlig, sondern ich hab auch immer Kopfschmerzen und das Gefühl, im Kopf gar nicht richtig klar zu werden. Das hat den Arbeitstag über den Effekt, das ich häufig tranig in die Gegend starre, weil ich es kaum schaffe, einen Gedanken bis zum Ende zu verfolgen. Als hätte man mir einen Eimer, mit Watte gefüllt, über den Kopf gestülpt und alle Geräusche und Eindrücke von außen sind gedämpft und unwirklich. Und müde... ich bin so schrecklich müde. Immer und egal wie lange ich schlafe.

Dazu kommt, das ich wirklich ALLES vergesse, insbesondere Arbeitskram. Nicht gut, vor allem, weil ich einfach noch ein bisschen durchhalten muss. Aber bei jeder Aufgabe, die man mir gibt, denke ich 1. langweilig, ich will das nicht tun und 2. muss das sein? Meine Aufgaben hier sind zum großen Teil so dämlich und überflüssig und unnütz, das ich sie kaum erledigt bekomme, solange mein Kopf eingeschaltet ist. Zumal es auch viel zu viel ist und niemals zu schaffen. Das führt natürlich zu Dauerfrust wegen endlos hohen Arbeitsbergen und permanenter Auseinandersetzung mit meiner Chefin, die natürlich alles erledigt haben will und zwar sofort. Und ja: ich fühle mich ungerecht behandelt. Und nein, ausser Kündigung sehe ich keinen Weg, aber ich so eine Angst, vor dem Sprung, das ich vielleicht doch zu Grunde gehe, bevor ich den Abgrund erreicht habe.

1 Kommentar Sally am 9.1.06 13:17, kommentieren

Wann genau habe ich eigentlich...

... meine Motivation verloren? Ich erinnere mich genau an den 04.01.02. An dem Tag habe ich diesen Job hier offiziell angefangen und damals bin ich fast geplatzt vor Stolz. Und heute? Alles Routine, sogar die permanente Überlastung und das ewige Überstunden-machen sind Routine. Kommt mir schon komisch vor, wenn ich mal einen Tag ohne schlechtes Gewissen nach Hause gehen, weil ich genügend schaffen konnte.

Wenn man erstmal die Lust und den Spaß an der Sache verloren hat, dann wirds auch nichts mehr mit der Eigenmotivation. Ich will einfach nicht mehr der A**** für alle sein, zumal nicht, wenn sie derart wenig Plan von dem haben, was eigentlich ihr Fachbereich ist.
Wir haben hier Teamleiter, da bekommt man das kalte Grausen. Jeder weiß, daß diese Leute unfähig sind, jeder weiß, daß sie auf dem falschen Posten sitzen, aber wie sagte der Betriebsrat neulich noch so schön: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus". Sicher, sicher.... Wär nur auch gern ne Krähe, aber wie's scheint, werde ich mein Augenlicht wohl nicht behalten dürfen, ich armer kleiner Spatz ich.

Muss jetzt sehen, das ich das hier wenigstens halbwegs in den Griff bekomme, sonst fliege ich und will ich nicht, lieber erhobenen Hauptes selber gehen.

Sally am 15.12.05 09:34, kommentieren